Gartenordnung

Des Kleingartenvereins „Freundschaft“ e.V. Bergen auf Rügen

Die Gartenordnung gilt für alle Unterpächter, deren Angehörige, ihren Gästen oder von ihnen beauftragten Dritten und sonstigen sich in der Kleingartenanlage aufhaltenden Personen.
Sie ist Bestandteil des Unterpachtvertrages. Grundlage dieser Ordnung ist das Bundeskleingartengesetz vom 28.02.1983(BGBl.1 S. 210), geändert durch Art. 2 des Gesetzes über das Baugesetzbuch in der Fassung der Bekanntgabe vom 23.09.2004(BGBl. 1 S.2414), zuletzt geändert durch Art. 1 des Gesetzes vom 21.12. 2006(BGBl. 1 S. 3316).
Das Zusammenleben in unserem Verein und das gemeinsame Ziel in der Bewirtschaftung unserer Kleingärten erfordern Regeln für die Aufrechterhaltung von Ordnung, die Pflege und Sauberkeit in den Kleingärten und im gesamten Bereich der Kleingartenanlage, sowie für gut nachbarschaftliche Zusammenarbeit und gegenseitige Rücksichtnahme.
Der Aufenthalt in der Kleingartenanlage ist geprägt durch aktive kleingärtnerische Betätigung, Erholung, Entspannung und sinnvolle Freizeitgestaltung.
Die Satzung, der Unterpachtvertrag und die Gartenordnung unseres Kleingartenvereins bilden eine Einheit und sind stets im Zusammenhang zu betrachten.

1. Nutzung des Kleingartens
1.1. Bewirtschaftet werden die Kleingärten ausschließlich vom Unterpächter und von zu seinem Haushalt gehörenden Personen. Beauftragte Personen für die Gartenbewirtschaftung sind gestattet. Dauert die Vertretung länger als 6 Wochen, ist der Vorstand zu informieren.
1.2. Der Kleingarten ist in gutem Kulturzustand zu halten und ordnungsgemäß zu bewirtschaften. Kleingärtnerische Nutzung ist gegeben, wenn der Kleingarten zur Gewinnung von Gartenerzeugnissen für den Eigenbedarf und zur Erholung des Pächters und seiner Angehörigen dient. Mindestens 1/3 der Gartenfläche ist dem Anbau von Obst und Gemüse vorbehalten. Dauerkulturen, wie nur Rasen- und Ziergartenbepflanzungen oder nur Obstbäume und Beerensträucher auf Rasenflächen, reichen nicht für die kleingärtnerische Nutzung.
1.3. In Fragen der kleingärtnerischen Nutzung wird dem Kleingärtner empfohlen, sich ständig weiterzubilden und die Fachberatung des Vereins oder des Inselverbandes zu nutzen.
1.4. Die Anpflanzung von Gehölzen(außer Obstbäume), die von Natur aus höher als 4m werden, ist nicht erlaubt. Das betrifft vor allem Nadel- und Laubbäume wie Kiefern, Fichten, Tannen, Lärchen, Birken, Buchen, Eichen, Weiden, Kastanien, Walnuss und andere.
1.5. In den Anlagen des Gemeinschaftsgrüns können solche Bäume auf Beschluss der Mitgliederversammlung angepflanzt werden. Ziergehölze haben im Kleingarten insoweit Bedeutung, dass sie die Gartengestaltung ergänzen und das Gesamtbild des Gartens verschönern. Sie erweitern das Angebot von Brutplätzen für Singvögel, sowie das Nahrungsangebot für Insekten, Vögel und Kleintiere. Sie sind vor allem ein gestalterisches Element. Ziergehölze bis zu einer Wuchshöhe von 2,5m sind vorrangig zu pflanzen. Mit Rücksicht auf den Pflanzenschutz sollten solche Gehölze, die Zwischenwirte für Pilzkrankheiten, Bakterienkrankheiten und tierische Schädlinge sind, nicht angepflanzt werden. Rot- und Weißdorn darf wegen der Gefahr des Feuerbrandes, einer nicht zu bekämpfenden Bakterienkrankheit, die auf die Obstbäume übergeht, nicht mehr in Kleingartenanlagen gepflanzt werden. Entsprechende Informationen werden über die Fachberatung veröffentlicht.
1.6. Bei der Pflanzung von Bäumen und Sträuchern ist auf den Grenzabstand zum Nachbargarten und zu den Wegen, sowie auf den notwendigen Abstand zwischen den Obstbäumen (Anlage 1) zu achten.
1.7. Pflicht eines jeden Unterpächters ist es, die zu seiner Parzelle gehörenden Abschnitte der Wege und der Umzäunung sauber zu halten und zu pflegen.
1.8. Auf sämtlichen Gemeinschaftswegen innerhalb der Kleingartenanlage ist Rasen zu säen und von den Unterpächtern entsprechend Punkt 1.7. zu pflegen.
1.9. Entsprechend §4 Pkt. 1 unserer Satzung hat jeder Unterpächter die von der Mitgliederversammlung beschlossenen gemeinschaftlichen Arbeiten abzuleisten. Mehrere Unterpächter einer Parzelle leisten nur einmal (pro Parzelle) die Pflichtstunden ab. Die Freistellung ist ebenfalls in der Satzung im §5 Pkt. 1 geregelt.
Geleistete Arbeiten und Zeiten werden vom Vorstand erfasst.
Bei Nichterfüllung dieser Arbeiten hat der Unterpächter einen Betrag entsprechend der durch die Mitgliederversammlung beschlossenen jeweils gültige Beitrags- und Gebührenordnung an den Kleingartenverein zu zahlen.

2. Einfriedungen
2.1. Kleingartenanlagen sind als gemeinnützige Einrichtungen Bestandteil des öffentlichen Grüns. Die Hauptwege und Gemeinschaftsflächen sind für alle Bürger zugänglich. Die Haupttore werden nur nach Genehmigung durch ein Vorstandsmitglied zum Befahren bis zum Festplatz geöffnet und wenn dringende Gründe vorliegen. Die Schlüssel werden durch den Vorstand ausgegeben und sind nach Erledigung sofort zurückzugeben.
2.2. Einfriedungen dienen einem angemessenen Schutzbedürfnis der Kleingärtner und dem Wunsch nach individueller Erholung. Massive Einfriedungen aus Beton oder Mauerwerk auf Gartengrenzen sind nicht zulässig. Gefährliche Schutzvorrichtungen wie Stacheldraht, Glasscherben, elektrische Zäune oder ähnliches sind verboten.
2.3. Einfriedungen mit offenen Zäunen aus Maschendraht an Hauptwegen und zwischen den Gärten(maximale Höhe 1m) und für den Außenzaun der Kleingartenanlage(Höhe 2m) ist zulässig.
2.4. An den Hauptwegen sind geschnittene Hecken mit einer maximalen Höhe von 1,50m und einer Breite, die das ungehinderte Begehen bzw. Befahren gestattet. Heckenbögen über Gartenpforten sind erlaubt. Die Hecke ist mindestens 2 Mal im Gartenjahr zu schneiden, um die Normen zu erfüllen. Hecken zur Außenbegrenzung des Vereins dürfen die Höhe von 2,50m nicht überschreiten. Die erforderlichen Pflegemaßnahmen sind ordnungsgemäß unter Beachtung des Vogelschutzes durchzuführen.
2.5. Die Einfriedungen von Sitzecken als Sicht- und Windschutz mit Pergolen, Lamellenzäunen, Riffelblenden, Rankgittern oder ähnlichen ist bis zu einer Höhe von 2,20m gestattet. Der Abstand der Schutzwand zur Gartengrenze muss mindestens der Bauhöhe der Schutzwand entsprechen. Eine Unterschreitung des Grenzabstandes bedarf der schriftlichen Zustimmung des Gartennachbarn und des Vorstandes.

3. Umweltschutz
3.1. Umweltschutz, Naturschutz und Landschaftspflege sind wichtige kleingärtnerische Ziele und liegen im allgemeinen gesellschaftlichen Interesse. Einen Kleingarten zu bewirtschaften fordert ein hohes Maß an gärtnerischer Verantwortung gegenüber der Ökologie und für einen gesunden Bestand an Bäumen, Stauden oder Sträuchern und anderen Kulturpflanzen.
3.2. Es ist notwendig, dass sich der Kleingärtner selbstständig über Anbaubesonderheiten, Verträglichkeit und Unverträglichkeit von Pflanzen in Nachbarschaft und Mischkultur, Fruchtfolgen, tierische, bakterielle und pilzliche Schäden und Schädlinge informiert.
3.3. Der Fachberater des Vereins und des Inselverbandes unterstützen die Kleingärtner in beratender Funktion.
3.4. Die Anwendung von Herbiziden in der Kleingartenanlage ist untersagt. Pflanzenschutzmittel sind schonend unter Beachtung der Anwendungsvorschrift, insbesondere des Schutzes der Bienen, der Zierfische und des Grundwassers anzuwenden. Wer Pflanzenschutzmittel anwendet oder anwenden lässt, haftet für alle hieraus entstehenden Schäden.
Bei starkem Befall durch Schädlinge oder Pilze ist der Kleingärtner verpflichtet, Schutzmaßnahmen, wie der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln zu ergreifen, die geschädigten Pflanzen bzw. Pflanzenteile umgehend zu entfernen.
3.5. Es wird empfohlen, Nistkästen für Vögel, Hummeln und Wildbienen sowie Vogeltränken anzulegen.
3.6. Kleingärtnerische Abfälle sind grundsätzlich zu kompostieren. Der Kompostplatz muss mindestens 0,5m Abstand zur Gartengrenze haben. Bei Unterschreitung ist die Zustimmung des Nachbarn erforderlich. Müll und nichtkompostierbare Abfälle, bzw. nicht verwertbare Stoffe sind der öffentlichen Abfallentsorgung zuzuführen.
3.7. Das Verbrennen von nicht kompostierbaren pflanzlichen Gartenabfällen ist nur im Rahmen der Pflanzenabfallordnung des Landkreises Rügen in der Zeit vom 01. bis 31. März und 01. bis 31. Oktober werktags zwei Stunden täglich in der Zeit von 08.00 Uhr bis 18.00 Uhr zulässig. Die Belästigung der Nachbarn durch Rauchentwicklung ist zu vermeiden.
3.8. Anfuhr von Stalldung ist vom 01.10. bis 30.04. gestattet. Kann er nicht sofort verarbeitet werden, ist er abzudecken.

4. Pächterwechsel
4.1. Kleingärten sind keine Spekulationsobjekte.
Bei Pächterwechsel veranlasst der Vorstand auf Antrag, nach ordnungsgemäßer schriftlicher Kündigung des abgebenden Pächters, die Schätzung des Wertes des Kleingartens, entsprechend der gültigen Schätzrichtlinie des Landesverbandes Mecklenburg und Vorpommern e.V., durch zugelassene Schätzer des Inselverbandes. Der Schätzwert ist die Grundlage für den Kaufpreis (VHB).
4.2. An der Schätzung nimmt ein Mitglied des Vereinsvorstandes teil. Wesentlicher Zweck ist die Wahrung der Rechte des neuen Pächters und des abgebenden Pächters. Schriftliche Vereinbarungen zwischen Nachbarn und Vorstand gelten auch über den Pächterwechsel hinaus.
4.3. Neuverpachtungen entscheidet ausschließlich der Verein entsprechend der Satzung bzw. Beschlüssen. Gibt es keinen Parzellenanwärter, so hat auch der abgebende Pächter ein Vorschlagsrecht.

5. Tierhaltung
5.1. Die Kleintier- und Bienenhaltung ist in Kleingärten nur auf der Grundlage eines Vereinsbeschlusses und mit Zustimmung des Verpächters unter Beachtung BKleinG § 20a Abs. 7 möglich.
Bienenstände sollten bevorzugt am Rande der Kleingartenanlage aufgestellt werden. Eine Anhörung der Nachbarn ist vorzunehmen. Bei Bedarf sollte ein Sachverständiger konsultiert werden.
Bienenhaltung -Ja, Kleintierhaltung – nein!
5.2. Das Halten von Hunden und Katzen in Kleingartenanlagen ist nicht gestattet. Hunde sind an der Leine zu führen. Werden Katzen mitgebracht, ist der Schutz der Vögel zu gewährleisten.

6. Ruhe, Ordnung, Sicherheit und Brandschutz
6.1. Der Kleingärtner, seine Angehörigen und Gäste sind verpflichtet, alles zu vermeiden, was die Ruhe, Ordnung und Sicherheit stört oder das Gemeinschaftsleben beeinträchtigt. Lärmen, lautes oder anhaltendes Musizieren durch Rundfunk- oder Musikapparate, Schießen und ähnliche Störungen sind verboten.
6.2. Vom 1. Mai bis 30. September ist die Mittagsruhe werktags von 13.00 bis 15.00 Uhr einzuhalten. Während dieser Zeit sind insbesondere jegliche Bau- und Maschinenarbeiten untersagt(z. B. Kreissägen, Rasenmäher, Schredder). An Sonn- und Feiertagen sind derartige Arbeiten grundsätzlich untersagt. Auf Antrag können Ausnahmen durch den Vorstand genehmigt werden. Feiertage und Sonntage sind Ruhetage.
Die Nutzung von Werkzeugen und Maschinen in der Zeit der Nachtruhe(20.00 Uhr bis o8.00 Uhr) ist untersagt.
6.3. Das Befahren und das Abstellen von Motorfahrzeugen und Wohnwagen sind in der Gartenanlage nicht erlaubt mit Ausnahme des Entsorgungsfahrzeuges für Abwasser. Motorisierte Krankenfahrstühle und Fahrräder mit Elektroantrieb fallen auch nicht unter das Verbot.
6.4. Die Gartenanlage ist nur nach Beantragung beim Vorstand zwecks Öffnen der Zufahrt bis zum Festplatz befahrbar. Nach Fertigstellung des Wendeplatzes für den Abwassertransporter des ZWAR besteht bei Feierlichkeiten im Spartenheim für Feierteilnehmer die Möglichkeit, ihre Fahrzeuge dort zu parken.
6.5. Fahrzeuge sind auf den ausgewiesenen Stellflächen zu parken. In Ausnahmefällen kann bei Anlieferung größerer Mengen von Dünger oder Baustoffen vom Vereinsvorstand eine Ausnahmegenehmigung erteilt werden. Sie ist durch den Pächter vorher einzuholen.
6.6. Angeliefertes Material ist innerhalb von 24 Stunden von den Wegen zu entfernen. Bei Dunkelheit ist das noch nicht entfernte Material gegen Unfälle zu sichern.
6.7. Der Pächter haftet für alle Schäden, die beim Befahren der Wege, bei der Materiallagerung von ihm, seinen Angehörigen oder von ihm beauftragten Dritten verursacht werden.
6.8. Das Radfahren im öffentlichen Anlagenteil ist erlaubt unter der Voraussetzung, dass niemand belästigt oder behindert wird. Vorrangig sind alle Wege für Fußgänger.
6.9. Jeder Pächter hat das Recht, seinen Garten nach seinen Ideen und Vorstellungen zu gestalten und sich durch den Verein fachlich beraten zu lassen.
6.10. Die Nutzung von Gartenlauben zum dauernden Wohnen ist nach dem BKleingG nicht gestattet. Gelegentliches Übernachten ist zulässig. Gartenlauben dürfen nicht zu kommerziellen und dem Kleingartenwesen entgegenstehenden, artfremden Zwecken genutzt werden. Geschirrspüler und Waschmaschinen sind nicht gestattet.
6.11. Vor dem 03. 10. 1990 errichtete Kamine und Öfen in Lauben haben Bestandsschutz. Der Kleingärtner ist verpflichtet, beim Vereinsvorstand die aktuelle Betriebsgenehmigung auf Verlangen vorzulegen. Das Betreiben darf nicht zur Rauchbelästigung der Nachbargärten führen. Die Neueinrichtung solcher Anlagen ist nicht gestattet.
6.12. Die Benutzung von Schusswaffen ist in der Kleingartenanlage strengstens untersagt.

7. Bebauung
7.1. Im Kleingarten ist eine Laube in einfacher Ausführung mit höchstens 24 m² Grundfläche, einschließlich überdachten Freisitzes, zulässig.
Sie darf nach ihrer Beschaffenheit, insbesondere nach ihrer Ausstattung und Einrichtung, nicht zum dauernden Wohnen geeignet sein. Das Vermieten derselben ist nicht gestattet. Alle bis zum 30.10.1990 rechtmäßig errichteten bzw. genehmigten Bauten und Einrichtungen haben lt. BKleingG § 20a Bestandschutz.
7.2. Das Errichten und Verändern(Erweitern) der Gartenlauben oder anderer Baukörper und bauliche Nebenanlagen, richtet sich nach § 3 BKleingG und der gültigen Bauordnung(z. Zeit Bauordnung vom 20.Juli 1990 GBL. 1 Nr. 50 S. 929) und erfordert grundsätzlich einen schriftlichen Bauantrag an den Verein und dessen Befürwortung. Wenn sich die Kommune das Recht der Baugenehmigung vorbehalten hat, muss der Antrag zur endgültigen Genehmigung beim zuständigen Amt vorgelegt werden. Für die Einholung aller erforderlichen Genehmigungen ist der Bauwillige zuständig. Mit den Bauarbeiten darf erst begonnen werden, wenn die Bauerlaubnis erteilt worden ist.
7.3. Sonstige bauliche Nebenanlagen, wie überdachte Freisitze, Pergolen oder Geräteschuppen, sowie der Umbau der Gartenlaube bedürfen der Antragstellung des Pächters und der Zustimmung des Vorstandes. Die Größen der Baumaßnahme sind anzugeben.
7.4. Ein freistehendes Kleingewächshaus bis 15 m² und Frühbeetkästen dürfen nach Zustimmung des Vorstandes errichtet werden. Folienzelte sind der Größe des Gartens anzupassen.
7.5. Der im Kleingarten angelegte Fisch- oder Pflanzenteich und eine zugehörige Anlage zur Wasserklärung des Hauptteiches und Wasserlauf haben baulich nebeneinander zu liegen. Sie dürfen gemeinsam inclusive der Uferzone 10 m² betragen.
7.6. Die Festlegung von Abstandsflächen, der Außenmaße und der Dachformen für Lauben obliegen dem Verein.
7.7. Alle Baulichkeiten müssen sich in das kleingärtnerische Umfeld einfügen und sind stets in einem sicheren und gepflegten Zustand zu halten.
7.8. Gartenwege, Sitzplätze und Baulichkeiten nach Punkt 7.3 dürfen nicht aus geschüttetem Beton angelegt werden. Der Garten muss für einen nachfolgenden Pächter gestaltbar bleiben.

8. Wasserversorgung
8.1. Der Anschluss an die Vereinswasserleitung begründet kein Sonderrecht. Die Erlaubnis kann vom Vorstand mit sofortiger Wirkung gekündigt werden, wenn:
Der Pächter mit der Entnahme von Wasser Missbrauch betreibt,
Die, von ihm eingebaute Wasseruhr umgeht,
An der Wasseruhr manipuliert,
Der Pächter seinen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommt.
8.2. Treten bei der Gesamtaufrechnung des Wasserverbrauchs Differenzen zwischen dem Hauptwasserzähler und der Summe der in den Parzellen entnommenen bzw. gemeldeten
Wasserstände auf, so ist dieser Betrag zu gleichen Teilen auf die Pächter aufzuteilen. Bei nicht gemeldeten Zählerständen wird vom Vorjahresverbrauch ausgegangen ohne spätere Korrekturen.
Aus- und Wiedereinbau der Wasseruhr ist dem Vorstand anzuzeigen. Wird diese Meldung vernachlässigt, gilt die Wasseruhr als nicht eingebaut.
8.3. Die Kosten der Instandhaltung oder Erneuerung der vereinseigenen Wasserversorgungsanlage trägt der Verein.
8.4. Die Kosten der Instandhaltung oder Erneuerung der in der Parzelle liegenden Wasseranlagen(von der Anschlussstelle der Hauptleitung bis zum Wasserhahn) trägt der Pächter.
8.5. Im Störfall (Verdacht auf Wasserrohrbruch, defekte Anschlüsse u.ä.) ist der Vorstand berechtigt, sofort die Wasserversorgungsanlage im Bereich abzustellen und wenn nötig die Anlage abzuschalten.
8.6. Die Meldung des Wasserverbrauchs erfolgt mit entsprechenden Kommastellen.
8.7. Der Vorstand und in seinem Namen handelnde Personen sind berechtigt, ständig Stichproben zum Wasserverbrauch und dem ordnungsgemäßen Betreiben der Wasserversorgungsanlage in den Parzellen durchzuführen.
8.8. Wasserzähler haben maximal eine Nutzungsdauer von 6 Jahren lt. Kennzeichnung auf den Zählwerken und müssen diese dann gewechselt werden, um Messfehler auszuschließen.

9. Elektrik
9.1. Der Anschluss an die elektrische Versorgungsanlage des Vereins begründet kein Sonderrecht.
9.2. Die Erlaubnis kann vom Vorstand mit sofortiger Wirkung gekündigt werden, wenn:
der Pächter mit der Entnahme von Strom Missbrauch betreibt
den von ihm eingebauten Elektrozähler umgeht
den Elektrozähler manipuliert
der Pächter seinen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommt.

9.3. Die Kosten der Instandhaltung oder Erneuerung der vereinseigenen Energieversorgungsanlage trägt der Verein.
9.4. Die Kosten der Instandhaltung oder Erneuerung der in der Parzelle liegenden Energieversorgungsanlage (vom Verteilerkasten bis zum Zähler und weiter) trägt der Pächter.
9.5. Im Störfall ist der Vorstand berechtigt, die E-Anlage der Parzelle sofort abzuschalten, um größere Schäden zu vermeiden. Die Reparaturkosten gehen zu Lasten des Pächters.
9.6. Die Berechnung der Energie erfolgt grundsätzlich nach Verbrauch entsprechend Zwischenzähler plus des festgelegten Satzes für den Zählereigenverbrauch. Die Bezahlung hat fristgerecht lt. Beitrags- und Gebührenordnung zu erfolgen.
9.7. Treten bei der Gesamtaufrechnung des Energieverbrauchs Differenzen zwischen dem Hauptstromzähler und der Summe der in den Parzellen entnommenen bzw. gemeldeten Energie auf, so ist dieser Betrag zu gleichen Teilen auf die Pächter aufzuteilen. Bei nicht gemeldeten Zählerständen wird vom Vorjahresverbrauch ausgegangen ohne spätere Korrekturen.
9.8. Der Vorstand ist berechtigt, ständig Stichproben zum Stromverbrauch und dem ordnungsgemäßen Betreiben der E-Anlage in den Parzellen durchzuführen.
9.9. Moderne Elektrozähler haben eine Lebensdauer von 16 Jahren und müssen dann gewechselt werden, um Messfehler auszuschließen.

10. Abwasser
10.1. Auf der Grundlage der Allgemeinverfügung des Umweltministeriums und der Wasserbehörden gemäß der vereinseigenen Konzeption zur Abwasserbeseitigung wird das Abwasser nur von der zentralen Sammelgrube am Spartenheim durch den ZWAR Rügen kostenpflichtig abgefahren.
Die Entsorgung von den Parzellen übernimmt der Verein. Jeder Unterpächter zahlt für sein Abwasser. Der Preis wird in der Beitrags- und Gebührenordnung festgesetzt. Notwendige Dichtheitskontrollen sind sozialverträglich durch den Vorstand zu organisieren.
10.2. Jeder Unterpächter, der über ein WC, Dusche oder ähnliches verfügt, produziert Abwasser. Es werden nur abflusslose Sammelgruben geduldet, die nachweislich dicht sind. Altgruben können weiter genutzt werden, wenn sie dicht sind.
10.3. Die Abfuhr aus den Parzellen und das Einleiten in die zentrale Sammelgrube übernimmt der Verein mit einem kleinen Tankfahrzeug.
10.4. Die Befahrbarkeit der Wege und die Passierbarkeit der Tore wird in Gemeinschaftsleistung mit Förderung des Landes abgesichert.

11. Verstöße
11.1. Verstöße gegen die Gartenordnung werden nach mündlicher Ermahnung im Wiederholungsfall schriftlich durch den Vorstand abgemahnt. Zur Beseitigung von Sachverstößen werden Fristen gesetzt. Fortgesetzte Verstöße können im Rahmen der ausschließlichen Aufzählung des § 9 (1) Pkt.1 BKleingG wegen vertragswidrigen Verhaltens zur Kündigung des Pachtvertrages führen.
11.2. Bei Verstößen gegen die Abwasserbestimmungen erfolgt eine Meldung an die Untere Wasserbehörde zur Einleitung eines Ordnungswidrigkeitsverfahrens.
11.3. Die Kontrolle, Durchsetzung und Einhaltung der Satzung und Gartenordnung obliegt dem Vorstand, seinem Ausführungsorgan – der Ordnungsgruppe und jedem einzelnen Mitglied.

12. Schlussbestimmungen
Die Gartenordnung wurde von der Mitgliederversammlung am 09.Juli 2016 beschlossen und tritt mit sofortiger Wirkung in Kraft.